Meine Aquarellbilder
Als ausgebildeter Maltherapeut bin ich bestrebt Bilder zu malen, die gesundend auf den Betrachter wirken.
Meine Bilder entstehen durch das wiederholte Auftragen von ganz dünnen Farbschichten, die ich stets trocknen lasse, bevor ich die nächste Schicht male. Durch diese vielen Schichten entsteht
ein Bild, das uns durch seine Transparenz tiefer in das Dreidimensionale sehen lässt. Wenn es gelingt, atmosphärisch zu malen, so kann der Betrachter im Bild atmen.
Ich verwende spezielles Aquarellpapier, das diesen vielen Arbeitsgängen von nass bemalt werden, trocknen, nass bemalt werden… standhält und nicht zerreisst.
Die feinen Farben von Winsor, Newton, Schmincke usw. lassen sich bis fast farblos verdünnen, so dass das Spiel von Farbintensität, Licht und Finsternis und vieles mehr, möglich ist.
Meine Bilder entstehen aufrecht auf einer drehbaren Staffelei. Ich kann das entstehende Bild stufenlos drehen, so dass ich aus jedem Winkel malen kann.

Was in meinen Bildern als weissliches Licht durchschimmert ist das Weiss des Papiers.
Da ich mit Aquarell- und nicht mit Deckfarben arbeite, muss ich schon zu Beginn des Malens wissen wo das Licht ins Bild kommt. Diese Fläche bemale ich nur mit sehr wenig Farbe. Ich kann nicht eine dunkle Fläche mit Weiss, Gelb oder Türkis übermalen.
Durch aufmerksames und sorgfältiges Arbeiten kann ich verhindern, dass die Farbe nach unten läuft und so ungewollte Spuren hinterlässt
Mit der Zeit entsteht im Bild etwas Dreidimensionales durch die Implementierung der Farbperspektive und anderer Gesetze.
Ein Bild zu malen ist ein Prozess der Achtsamkeit, Hingabe, Offenheit und Intuition. Es ist, als ob das Bild zu sprechen beginnt und zeigt, wohin die Reise geht.
Zu dunkle Farbe am falschen Ort kann man nicht korrigieren. Die Herausforderung mit den Farben und ihrer Intensität zu spielen, so dass ich damit ausdrücken kann was sich zeigen will, ist eine Herausforderung, die mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Ich wähle für meine Bilder bewusst ein grosses Format, so dass sich die therapeutische Wirkung am Besten entfalten kann. Man soll im Bild atmen können. Das wirkt auf den Betrachter beruhigend und gesundend. Jedes Bild ist ca. 70 x 50 cm gross.

Meine Arbeit ist stark durch die Gesetzmässigkeiten von Licht, Finsternis und Farbe geprägt, auf die uns Liane Collot d’Herbois aufmerksam gemacht hat. So berücksichtige ich zum Beispiel gerne die Farbperspektive, wie man sie manchmal bei Sonnenauf- und Untergängen in der Atmosphäre wahrnehmen kann, wo Licht und Finsternis im Luftigen aufeinander wirken. Die Farbperspektive ist erlebbar, wenn ein neuer Morgen anbricht. Schaut man dorthin, wo die Sonne aufgehen wird, so sieht man in der Finsternis des frühen Morgenhimmels als erstes ein Magenta (rötliches Violett) auftauchen, umgeben von dunkelblauer Finsternis. Es wird heller und dann sieht man als nächstes ein Karminrot (dunkelrot). Etwas später sieht man ein helleres Rot, dann Orange und wenn die Sonne aufgeht, Gelb. Diese Farben sieht man ev. schon vorher in den Wolken. Nun Ist es ganz hell. Die Blautöne des Himmels sind in der Ferne. In der Atmosphäre befindet sich blau hinter dem Licht und will sich in die Ferne bewegen, also vom Betrachter weg, während Rot, Gelb, Orange und die Erdfarben vor dem Licht sind, – näher beim Betrachter.
Beim Malen berücksichtige ich diese und noch viele weitere Gesetzmässigkeiten. Licht und Finsternis sind für mich beim Malen das zentrale Thema, denn zwischen beiden Gegensätzen entstehen und spielen die Farben in der Atmosphäre. Oft sind meine Motive imaginativ-geistiger Natur. (Engelwesen)
Am Anfang des Malens habe ich meistens noch kein Motiv. Ich male nach den Gesetzen von Licht und Finsternis, atmosphärisch und formlos. Irgendwann zeigt sich während dem Malprozess, was das Bild aussagen möchte.
Es geht mir auch darum, Personen und Objekte nicht bis ins letzte Detail auszuarbeiten, sondern etwas für die Imagination des Betrachters offen zu lassen.
Ich brauche in der Regel ca. 40 Stunden um ein Bild zu malen.

Lasierte Bilder
Bei einigen Aquarellbildern habe ich am Ende eine durchsichtige Lasur aufgetragen, welche die Bilder vor Staub und leichtem Schmutz schützt, sodass man sie nicht unbedingt hinter Glas einrahmen muss.
Aquarell und Pastellbilder
Es kommt vor, dass ich ein Aquarellbild male und dieses dann noch mit Pastellkreiden vervollständige auf eine Art wie ich es mit Aquarellfarben nicht machen könnte. So entstehen die Aquarell Pastell Bilder.
Meine Holzkohlebilder
Ich produziere immer ein gleichmässiges Grau auf einem Spezialpapier mit Holzkohlenstiften und arbeite diese mit den Handflächen in das Papier ein. Wo ich mehr Licht (Helligkeit) im Bild haben will, nehme ich die Kohle wieder weg. Was hell erscheint ist das Weiss (Helligkeit) des Papiers, welches kaum oder gar keine Kohle draufhat. Wo ich mehr Finsternis im Bild haben will, trage ich noch mehr Kohle auf und arbeite sie ein.
Das Bild ist lange nicht schön. Erst nach einer Anzahl Stunden beginnt das Bild schön zu werden. Dieses Unschöne muss man aushalten. Wenn ein Bild fertig ist, fixiere ich die Kohle auf dem Papier mit einem Spezialspray.

In vielen Kohlenbilder arbeite ich nach folgenden Gesetzen:
Die Gesetzte von Licht, Finsternis und Farbe.
Die Farbperspektive habe ich weiter oben schon beschrieben. Licht und Finsternis im Himmel, also in der Atmoshpäre sind leicht zu unterscheiden. Da kann man das Spiel von Hell und Dunkel sehr gut beobachten und wie diese beiden aufeinander wirken.
Nun kann ich mich ganz von dem Weltlichen distanzieren, in meine Imagination hinein. Stellen Sie sich eine finstere, bewegungslose, luftige Atmosphäre vor.(nichts Weltliches), Es ist so dunkel, dass man darin nichts sieht, ausser Finsternis. Es ist nicht eine beängstigende Finsternis, sondern eine Finsternis voller Sympathie und Wärme. Nun scheint plötzlich ein Licht in diese Finsternis hinein. Dieses Licht enthält Antipathie.und stösst die Finsternis ein Stück weit weg.
Die Finsternis voller Sympathie möchte zum Licht zurück. Und bewegt sich auf das Licht zu. So kommt die ganze Atmosphäre in Bewegung und reagiert auf das Licht Das Licht ist unsichtbar. Es lässt diese atmosphärische Finsternis aufleuchten oder durchleuchtet es.
Wäre nur Licht im Bild, so wäre dieses so blendend hell, dass man in ihr und von ihr nichts sehen würde. Dort wo Licht und Finsternis im Atmosphärischen aufeinander einwirken, entstehen die Farben. Diese kann man sich in diesen Holzkohlebilder vorstellen. Man kann sich jedes Holzkohlenbild in Farbe vorstellen, wenn man die Gesetzte von Licht, Finsternis und Farbe kennt.
Im folgenden Kohlebild ist zu sehen, wie ein Licht von oben ins Bild kommt und die Atmosphäre (Finsternis) vor und hinter dem Licht in Bewegung bringt.

Wirkung dieser Gesetze auf den Menschen
Dieses Malen im Atmosphärischen ist ein Malen im Feinstofflichen und sie wirken im Feinstofflichen des Menschen. Sie wirken direkt auf unsere Seele ein. Im Seelischen sind in unserem Bewusstsein Lichtprozesse aktiv, besonders im Denken. Da ist auch viel Antipathie am Werk. Unsere Gedanken können sehr kalt sein. Diese Lichtprozesse geben uns Bewusstsein und machen uns im Laufe des Tages müde. Sie sind alles andere als aufbauend.
Im unteren Menschen (Stoffwechsel und Gliedmassen) wirken zum Glück aufbauende Sympathieprozesse der Finsternis, wobei man diese Finsternis auf keinen Fall mit dem Bösen in Zusammenhang bringen darf. Bewusstseinsmässig nehmen wir von unserem Stoffwechsel nichts wahr. Da ist kein Bewusstsein. Da hat es keine Lichtprozesse. Da sind wir bewusstseinsmässig im Tiefschlaf. Genau da wird durch Sympathieprozesse der Finsternis der menschliche Körper aufgebaut und geheilt. Das passiert vor Allem in der Nacht, wenn wir schlafen und nicht am Denken sind.
Also haben wir im oberen Menschen Lichtprozesse und im unteren Menschen Finsternisprozesse.
Und wo begegnen sich denn Licht- und Finsternisprozesse im Menschen?
In der Mitte, also im rhythmischen System des Menschen: In seiner Atmung und im Blutkreislauf, da wo die Gefühle zuhause sind. Bewusstseinsmässig sind wir dort weder hellwach wie im Denken, noch im Tiefschlaf wie im Stoffwechsel, sondern in einem träumerischen Zustand. Rhythmisch bewegen wir uns dort zwischen gegensätzlichen Gefühlen, wie Liebe und Hass, Mut und Angst, Freude und Trauer und vielem mehr, hin und her.
Wenn ich mit Holzkohle oder Farben nach den Gesetzen von Licht, Finsternis und Farbe künstlerisch arbeite, so hat das eine Wirkung auf das Feinstoffliche (Seelische und Geistige) in mir. Ich bin bestrebt, diese Gesetze so anzuwenden, dass sie therapeutisch auf mich und den Betrachter meiner Bilder wirken.
Wer mehr darüber erfahren möchte, lese das Buch von Liane Collot d'Herbois: Licht, Finsternis und Farbe in der Maltherapie.

In diesem Kohlenbild scheint das Licht aus dem Zentrum heraus. Es ist ein Herzenslicht und nicht das Licht des Denkens, welches von oben ins Bild kommt.